Shop Studio - Shopware Agentur

Die Entwicklung eines Shopware-Stores auslagern

Seit dem Jahr 2000 gibt es Shopware und seither erlangt Shopware eine immer höhere Beliebtheit. Shopware ist die Lösung für mittelgroße Online-Shops. Seit vielen Jahren lassen Tausende Menschen Ihre Apps und Shops in Ländern wie Indien entwickeln.

Die Entwicklung des eigenen Online-Shops ins Ausland zu verlagern, ist eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen. Außerdem sind bspw. Indische Entwickler meist sehr gut ausgebildet.

Für deutsche ist Shopware besonders vorteilhaft, da Shopware alle gesetzlichen Gegebenheiten von Grundauf einhält. Dies ist bei anderen Anbietern wie zum Beispiel Magneto nur mit viel Aufwand möglich.

Seit wenigen Jahren spezialisieren sich auch IT-Spezialisten in Ländern wie Indien, Bulgarien, Weißrussland und so weiter auf die deutsche Software. Was es so zu beachten gibt? – Das klären wir im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Nachfrage und Angebot bei Shopware Agenturen

In den letzten Jahren gab es einen Boom, immer mehr Leute nutzen Shopware unter anderem auch, daher dass es kaum geeignete Alternativen gibt. Speziell im deutschsprachigen Raum gibt es kaum alternativen, da es hier viele Bestimmungen gibt, welche es einzuhalten gilt. All diese Punkte haben dazu geführt, dass die Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich Shopware Entwicklung stark gestiegen ist.

Dieser hohe Bedarf kann durch die im Vergleich wenigen Shopware Agenturen nur schlecht gedeckt werden. Bei vielen Bereichen wie Magento oder WordPress kann man auf eine Vielzahl an Entwicklern aus dem Ausland (beispielsweise Russland, Bulgarien, Rumänien, Pakistan, Ukraine, China, Vietnam, Serbien, Polen, Weissrussland, etc.)

im Nearshore oder Offshore Outsourcing Modell zurückgreifen.

Seit wenigen Jahren spezialisieren sich auch IT-Spezialisten aus diesen Ländern auf die deutsche Software. Durch den langjährigen Fokus auf den deutschsprachigen Raum gibt es dennoch noch nicht allzu viele Ressourcen im Ausland.

Welche Tätigkeiten werden häufig ausgelagert?

Besonders gerne werden Tätigkeiten ausgelagert, bei welchen viel wissen notwendig ist. Hierdurch eben auch häufig die Entwicklung von Apps oder Shops, hauptsächlich Shops wie Magenta, aber seit wenigen Jahren entdecken auch Länder wie Indien Shopware für sich. Dienstleistungen mit direktem Kundenkontakt, wie z.B. Call-Center, werden selten dem Offshoring unterzogen. Sehr selten werden aber auch komplette Geschäftsprozesse oder Projekte ausgelagert.

Wann lohnt sich das IT Offshoring?

Kostensenkung ist wohl der häufigste Grund für Offshoring. Allerdings rentiert sich Offshoring erst ab einer Kostensenkung in Höhe von 20%. Solche Auslagerungen erfordern weit mehr Planung und Risikoabschätzung als lokale Projekte – diese kosten Vorarbeit, Zeit und Geld. Außerdem gibt es häufig auch fortlaufende Zusatzausgaben, wie zum Beispiel für das eigene Projekt-Management und die Kontrolle des Entwicklers. Kosten für z.B. Telefonate entfallen durch unsere moderne Technik glücklicherweise. Auch läuft man beim Offshoring Gefahr, Imageverluste und Sicherheitsrisiken hinnehmen zu müssen. Die in vielen Offshore-Ländern unsichere Rechtslage, insbesondere die häufig fehlenden Möglichkeiten, gegen Vertragsbruch vorzugehen, könnten die durch das Auslagern ins Ausland erhofften Einsparungen schmälern und Projekte scheitern lassen.

Die verschiedenen IT-Outsourcing-Modelle

Es gibt drei verschiedene Arten von IT-Outsourcing, diese spiegeln auch die verschiedenen Möglichkeiten wieder, an welchen Standorten die Anbieter zu finden sind.

  1. Onshoring
    Beschreibt die Auslagerung der IT innerhalb des eigenen Landes. Das kann zum Beispiel auch sinnvoll sein, wenn am Unternehmensstandort keine passenden Fachkräfte zur Verfügung stehen. Oft ist dies in ländlichen Betrieben so der Fall.
  2. Nearshoring
    Hiermit wird das IT-Outsourcing in nahe liegende Nachbarländer mit nicht mehr als ein bis zwei Stunden Zeitverschiebung beschrieben.
  3. Offshoring
    Mit Offshoring meint man das IT-Outsourcing in ferne Länder mit mehreren Stunden Zeitverschiebung, wie zum Beispiel Indien.

Der Unterschied zwischen Managed Services und IT-Outsourcing

Managed Services betrifft nur einen kleinen Teil. Die IT-Gesamtstruktur und viele der Prozesse liegen bei der Nutzung von Managed Services somit weiterhin beim auftraggebenden Unternehmen selbst. Mit IT-Outsourcing wird die Auslagerung einer ganzen Abteilung oder eines Projektes beschrieben. Also fällt auch die Entwicklung deines Shopware Online-Shops unter das IT-Outsourcing.

Was sind Vorteile des IT-Offshorings?

  • Kosten senken: Mit IT-Offshoring sparst Du oftmals Kosten. Das betrifft zum Beispiel Lohnkosten, aber auch Kosten für die Infrastruktur oder Instandhaltung. Brauchst Du Hilfe bei einem sehr speziellen Thema, spart es oftmals außerdem Zeit, auf externe Partner zu setzen, anstatt eigene Mitarbeiter anzulernen.
  • Auf dem neuesten Stand: IT-Offshoring-Anbieter haben ihren Markt besonders gut im Blick. Sie können in ihrem Kerngeschäft meistens schneller auf Veränderungen und Neuerungen reagieren als große Unternehmen. In einer sich schnell wandelnden IT-Branche profitierst Du daher von Outsourcing.
  • Weltweite Spezialisten: IT-Offshoring macht meist Sinn, wenn die benötigten Kompetenzen in Deinem Unternehmen fehlen und zum Beispiel wegen des Fachkräftemangels in Deutschland mögliche Stellen nicht so schnell besetzbar sind. Dank der Auslagerung deiner IT-Dienstleistungen kannst Du weltweit auf erfahrene Fachkräfte zurückgreifen und so das beste Ergebnis erzielen.
  • Bedarfsorientiert:Du investierst viel Zeit, um einen passenden Angestellten zu finden, für den du nur für kurze Zeit aussagekräftige Verwendung hast. Oder du investierst viel Zeit darin, dir die Aufgabe selbst anzueignen. Dabei könntest du in dieser Zeit viel wichtigere Aufgaben erledigen. Noch dazu wäre dein Auftragnehmer viel schneller und professioneller fertig.
  • Skalierbar: In der Regel setzt du mit deinem Auftragnehmer einen Vertrag auf, durch diesen weißt Du genau, welche Leistungen Du zu welchem Preis erwarten kannst.

Was sind die Nachteile des IT-Offshorings?

  • Datenschutz: Meist ist es beim Offshoring im Ausland sehr intransparent, was mit Deinen Daten wirklich passiert. Es besteht eine Gefahr der Wirtschaftsspionage. Auch ansonsten solltest du dir jedoch gut überlegen, welche Daten Du mit deinem externen Dienstleister teilen möchtest.
  • Die Sprache:Eine andere Sprache oder eine große Zeitverschiebung machen die Zusammenarbeit oft schwierig. Hier solltest Du abwägen, ob sich das eventuell negativ auf Dein Vorhaben auswirkt. Halte möglichst immer alle Aufgaben schriftlich fest, um Missverständnisse zu minimieren.
  • Spezialisierung: Die meisten Entwickler Agenturen im Ausland kriegen aufgrund des günstigen Preises viele Aufträge und nehmen diese alle an. Das hat genau zwei Nachteile. Erstens sind sie oft überlastet und hängen mit den Deadlines hinterher. Zweitens sorgt dies dafür, dass die Agenturen nicht spezialisiert auf ein Thema sind und hierdurch nicht so qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielen können. Wir als deutsche Shopware Agentur sind beispielsweise nur auf Shopware spezialisiert und kennen uns hier auch sehr gut aus.

Du hast dich entschieden, Deinen Shop z.B. in Indien entwickeln zu lassen?

Wenn du Dich jetzt trotz den Risiken dazu entschieden hast, solltest du folgende Dinge beachten:

  1. Schritt 1 ist am besten Kontakt zum Konsulat aufzusuchen. Das Konsulat hat im Haus eine Handelsabteilung. Diese wird dir sicher weiterhelfen, kompetente und seriöse Partner zu finden. Oder du nimmst dir einfach Google zur Hilfe.
  2. Gib deinem möglichen Partner erst mal eine Testaufgabe. So checkst du seine Kompetenz. Hält er sich an die Deadline und macht er es wie von dir gewünscht?
  3. Verabschiede Dich von Deinem deutschen Standard. In einem anderen Land ist die Arbeitsmoral eine andere. Was aber nicht heißt, das die Qualität deines Shops zwingend schlecht sein muss.
  4. Bei jeder Art der Zusammenarbeit gilt: Hast du klare Vorstellungen? – Dann kommunizier diese! Gib deinem Kooperationspartner glasklare Anweisungen, um hierdurch den Interpretationsspielraum so gering wie möglich zu halten. ‚Ja, die Buttons sollen bitte Ozeanblau sein. Nicht Himmelblau.‘ Plan dabei richtig viel Zeit ein, denn jeder Schritt muss deutlich beschrieben werden. Tue so, als würdest du einem Kind erklären, wie es den Wasserkocher an macht. Also nicht einfach: Nehmen, füllen, anmachen! Sondern eher : Nimm den Wasserkocher, tue ihn unter den Wasserhahn. Öffne nun durch Knopfdruck den Deckel des Wasserkochers. Fülle den Wasserkocher bis zur Markierung. Schließe den Deckel. Stell den Wasserkocher zurück. Und jetzt mach ihn an. – Ja! So genau musst du es erklären! Das erspart Korrekturen und Mehraufwand. Außerdem kann es ungemein helfen,dem Auftragnehmer die Anweisungen noch einmal schriftlich zukommen zu lassen. Durch sprachliche Barrieren kann es ansonsten nämlich sein, dass ein Wort missverstanden wurde.
  5. Gib klare Deadlines! Und vergiss auf keinen Fall die Zeitunterschiede. Wenn du bereits in deinem Lieblingslokal zum Abendessen sitzt, steht dein Partner in Indien womöglich erst auf.
  6. Erinnere deinen Partner immer wieder daran, dir Probleme oder Verzögerungen mitzuteilen.
  7. Lass Deinen Online-Shop auf Englisch erstellen. Dann kannst du im Anschluss bei Bedarf alle betroffenen Felder ganz einfach übersetzen.

Fazit

Es ist möglich, deinen Shopware-Store im Ausland entwickeln zu lassen, allerdings birgt dies auch gewisse Risiken. Ob du diese eingehen möchtest, solltest du selbst wissen. Wir hoffen, der Beitrag konnte Dich bei deiner Entscheidung unterstützen.